Der Januar ist schon einige Tage alt und bald geht die neue Gartensaison wieder los. Der Schnee soll zwar wieder kommen, doch die ersten Schneefreien Tage haben auch uns aus dem Winterschlaf geweckt. Die Gartenbücher liegen wieder überall herum, auch der erste Kräuterkatalog von Rühlemann´s ist schon im Haus. Die erste Liste für Dreschflegel ist im entstehen und dabei lasse ich auch das letzte Jahr in Gedanken Revue passieren.
Was hat geklappt, was muss nochmal probiert und was kann vergrößert werden.
Tomaten hatten wir letztes Jahr in Massen. Ab Juni/Juli mußten wir keine Tomaten mehr zukaufen und sind damit bis in den Herbst gekommen. Angebaut hatte ich diese an verschiedensten Stellen. In Eimern vor dem Haus, an der Sonnen und Halbschattenseite sowie unten auf dem Feld. Mein Feldversuch gestaltete sich so, dass ich dort Strauchtomaten einfach ins Beet gesetzt hatte und habe diese wild wachsen lassen. Das Ergebnis war, dass ich dort unmengen an Tomaten hatte, die aber so schnell von den Enten – ja unseren Enten – und vor allem den Schnecken angefressen waren. Um dem zu entgehen, habe ich begonnen die am Boden entlang wachsenden Stauden hochzubinden. Das ging aber eher schlecht als recht, denn die Pflanzen hatten sich am Boden so verzweigt das dort ein regelrechter Tomatendschungle entstanden ist. Leider habe ich da keine Bilder davon.
Mein eigentlicher Plan war ein Tomatenhaus zu bauen, um die Tomaten in ein überdachtes Beet zu setzen. Ende vom Lied war, dass mich das Wetter zu der Zeit so demotiviert hatte das ich die Tomaten dann doch wieder in den Kübel gesetzt hatte. Dort lief alles wunderbar und wurde 14-tägig mit einer EM-Lösung gegossen. In diesem Jahr werde ich das Tomatenhaus auf jeden Fall angreifen, da ich gesehen habe das unten der Boden viel mehr für die Tomaten hergibt und der Ertrag somit noch um ein vielfaches gesteigert werden kann.
Paprika wurde in Kästen abgebaut und wuchsen auch gut an. Da ich aber letztes Jahr mit dem ansäen zu spät dran war, ist da nicht viel drauß geworden. Einige Paprika´s haben wir ernten können und waren ERSTE KLASSE! Dieses Jahr werden die Paprika noch Ende Januar – nach Mondkalender – angesäht und vorgezogen. Auf diese Weise müßte auch da die Ausbeute wesentlich größer werden. angedacht ist hierfür ein foliertes Beet, damit ich Bedingungen wie im Foliengewächshaus zustande bekomme.
Chilli´s hatte ich auch angesetzt, nur geworden ist daraus nichts. Wir waren zwei Tage nicht zu Hause und hatte diese vergessen von der sonnigsten Seite des Hauses in Sicherheit zu bringen. An den beiden Tagen war´s nämlich so heiß, das mit die 12 Pflanzen komplett vertrocknet sind. Seeeeehr schade, aber was dazu gelernt.
Unsere Zucchini´s mußten wir dieses Jahr leider vom Bauernhof zukaufen. Ich hatte mehrere Pflanzen vorgezogen und dann ins Beet ausgesetzt. Nur waren die Schnecken schneller als meine Laufenten, mit dem Ergebnis das die Pflanzen naja verspeist wurden. Dafür hatten wir eine richtig große Ausbeute an Kürbissen. Drei Kürbispflanzen habe ich ausgepflanzt wobei nur aus einer was geworden ist. Das hat auch dick gereicht, denn dort hingen vier riesige Kürbisse dran mit ca. einem Gesamtgewicht von 30kg. War seeeehr lecker.
Salate hatten wir versucht, sind aber nur bedingt etwas geworden. Zu heiß, dann zu naß und vermutlich war das Subtrat auch nicht das richtige. Da aber neben dran ein Bauernhof seine großen Salate für 50Cent das Stück verkauft und eine reiche Auswahl an unbehandelten Salaten und Gemüsen hat…. konnten wir uns so mit Produkten aus dem Boden der Region versorgen ohne im Supermarkt zu ordern.
Spinat gab´s auch ganz leckeren, der in meinem Minihochbeet seeeeehr gut gewachsen ist. Samen konnte ich dort auch sicherstellen. Des weiteren hat er sich dort von selbst verbreitet, denn unter der Schneedecke begann er bereits wieder zu sprießen und kann bald dort schon wieder geerntet werden. Yummi. Testweise habe ich dort noch Karotten angesäht und nicht wirklich ernst genommen. Das sah alles so mickrig aus und es war kaum grün dran gewesen, doch da gabs einige die dort gut gewachsen sind. Auch das wir wiederholt und ausgeweitet.
In diesem Jahr stehen mehrere Dinge auf dem Programm.
Eine Treppe muss gebaut werden, damit wir von unserem Gartengrundstück durch die Hecke auf unser Wiesengrundstück kommen. Das ist recht glatt und gefährlich im Winter dort herumzuturnen. Geplant wird mit gesammelten Holz eine Begrenzung zu machen und diese dann mit Split, Kies oder Rindenmulch als Treppe zu gestalten. Durch die Weise möchte ich mit Natursteinen einen natürlichen Weg anlegen damit wir dort die Wiese nicht kaputt machen wenn wir die Entern füttern gehen. Bei Sauwetter wird es dort schnell matschig und dann ist essig mit der Wiese.
Als weiteres Projekt steht ein selbstgebauter Sandspielplatz für unsere Kids an. Dieser dient mir auch als Materiallieferant um Erde aufzubessern
Ein Foliengewächshaus und ein Solardörrgerät steht auf dem Programm. Wenn ich schon mal anfange mit Holz am Spielplatz herumzubastlen, kann ich die anderen Dinge auch gleich zusammenklöppeln.
Pläne werden gerade von mir gepinselt, damit ich weiß was ich an Material dafür brauche.
In Kürze steht dann die Saatgutliste auf dem Programm, welche ich auch gerne hier vorstellen werde. Tips und Ratschläge sind hier auf jeden Fall seeeehr willkommen